Baltikum / Finnland
Gesamtlänge 6000 km
02.09.08 216 km
Gegen Mittag haben wir unsere Sachen zusammen gepackt, und es kann mit dem Bürstner auch schon losgehen. Zuerst fahren wir nach Hannover (müssen wir sowie so vorbei) um noch Mittag zu essen und noch paar Besorgungen zu machen. Anschließend fahren wir auf der A2 in Richtung Berlin die Bahn ist frei wir kommen zügig voran. Bei der Abfahrt Ziesar verlassen dann wieder die Autobahn und fahren in das 3 km entfernte Dorf Bücknitz wo wir gute Bekannte besuchen werden und dort Übernachten.

Der Ort Ziesar bei Brandenburg
03.09.08413 km
Wir starten mit Sonnenschein und fahren bei Wollin (bei Berlin) wieder auf die A2 nach Frankfurt /Oder. Dort biegen wir ab nach Küstrin wo wir die Grenze nach Polen überqueren. Grenzkontrollen gibt es seit 01.01.08 nicht mehr, gilt auch für das Baltikum das wir in den nächsten Tagen durch fahren werden. In Küstrin versorgen wir uns noch mit Zloty (1€= 3,31PLN Stand 20.08.08) und dann machen wir ein bisschen Gummi auf der 22 die über Gorzow und Walcz führt. Ich habe so gut wie es geht auch ein paar Fotos aus dem fahrenden Wohnmobil gemacht um euch mal zuzeigen welche Ecke wir so fahren. In einem Dorf vor der Stadt Chojnice Übernachten wir auf einem Campingplatz für 20 PLN wir sind allein auf dem Platz. Duschen morgen früh wird verschoben auf abends oder auf den nächsten Tag mangels Warmwasser.

Ein polnischer Ort auf der 22

04.08.09 313 km
Die halbe Nacht schüttete es wie aus Eimern am Morgen war alles vorbei, es schien wieder die Sonne und um 10:00Uhr wie jeden Tag konnte es auch wieder losgehen. Der Streckenabschnitt von Chojnice bis nach Malborg (Marienburg) verlief recht wie schlecht schlechte Strassen viele Baustellen dazu kommen noch Lkws die risikolos überholen. Auch heute habe ich wie gestern paar Fotos von der Landschaft gemacht.
Die Marienburg ist die größte Burganlage Polens, als auch der größte Backsteinbau in Europa. Nach ein paar Schnappschüssen fahren wir über die Landschaftlich schönen Nebenstrassen nach Ostroda (Osterode) dort treffen wir auf die 7 und biegen auf die 16 nach Olsztyn (Allenstein) um uns die Altstadt anzuschauen. War vor 2 Jahren mit dem Motorrad schon mal hier aber der Ort ist immer ein Stopp wert. Das gotische Hohe Tor der einzige erhaltene Teil der mittelalterlichen Befestigung ist ein idealer Ausgangspunkt für die Besichtigung der Altstadt. Nach dem Rundgang wollen wir uns ein Nachtlager suchen und entdecken im Ort ein Schild Camping, diesem Schild folgen wir ca.11km aus der Stadt heraus durch eine Siedlung, danach durch ein Stück Wald super ausgeschildert und schon standen wir vor der Rezeption. Ein parzellierter Platz mit Wasser und Stromanschluss das Sanitärgebäude wurde neu gebaut alles tippe toppe wenn ihr in der Nähe von Olsztyn seit besucht den Platz es lohnt sich.
Die Marienburg
05.09.08 340 km
Wir fahren zurück nach Olsztyn der ganze Berufsverkehr ist unterwegs darum ergeben sich auch so viele Staus, und überall Baustellen. Auf der 16 angekommen, fahren wir bis nach Mragowo dort biegen wir nach Ketrzyn ab um uns die Wolfschanze (ehem. Führerhauptquartier) zu besichtigen. Dort angekommen sind wir mit 30Pln dabei. Wir verzichten auf einen Fremdenführer und laufen die Wege wo die Ruinen stehen ab. Nach ca. 30 min sind wir durch und fahren dann quer durch die Masuren was stellt man sich vor von den Masuren vor? Eine ländliche Gegend mit viel Landwirtschaft kleine Bauerndörfer, hin und wieder ein See das war es auch schon ich persönlich kann mich für diesen Fleck Erde nicht begeistern. In Sulwaki angekommen habe ich mein Polnisches Geld vertankt, das brauche ich jetzt nicht mehr wir fahren heute über die Grenze nach Litauen.
Auch hier gibt es keine Grenzkontrollen mehr und bis zur nächsten Ortschaft sind es nur ca.10 km wo wir uns mit Litas vom Geldautomat eindecken. Anschließend biegen wir links ab und fahren in das 36 km entfernte Vistytis an der russischen Grenze dort ist ein Campingplatz 45 Litas = 13€ Wo wir die Nacht verbringen werden. Ein schöner Platz mit sauberer Sanitäreinrichtung.

Eine von vielen Ruinen der Wolfschanze
06.09.08 311km Kurs 1€ = 3,45Litas (Stand 20.08.08)

Heute geht es nach Klaipeda über Nebenstrassen die in einem sehr guten Zustand sind an der Russischen Grenze entlang (Ostpreußen) Diese Region ist geprägt von viel Landwirtschaft. Auf vielen Feldern wird hier noch die Ernte per Hand eingebracht, da wird von Oma bis zum klein Kind alles heran gezogen und was Beine hat. Auf der 141 bei Jubarkas angekommen, biegen wir links ab und fahren über Silute nach Klaipeda. Auf der 141 wird der Verkehr schon dichter aber so wie in Polen fahren die Litauer nicht die halten sich an die Richtgeschwindigkeit. Wir kommen langsam in die Stadt rein dort fahren wir bei dem großen Kreisverkehr die 3 Ausfahrt raus und ab da ist es auch schon ausgeschildert kann man eigentlich nicht verfehlen. Für die Überfahrt zahlen wir 120 Litas aber hin und zurück. Auf der Nehrung angekommen gehen wir erst einmal an den Strand klasse so weit wie das Auge reicht nur feiner Sand. Wir fahren weiter ca. 10km steht ein Häuschen, dort sitzt einer und kassiert noch mal von uns 30 Litas Maut. Nicht aus der Ruhe bringen lassen zahlen und weiter. Es geht ca.35 km bis nach Nida und 5km weiter ist die Welt für uns EU Bürger zu Ende dort beginnt Russland ohne Visum geht hier gar nichts mehr. Wir drehen um und fahren in Nida auf den einzigen Campingplatz auf der Nehrung. Die Sanitäranlagen sind in Ordnung aber das Preis-Leistung Verhältnis finde ich nicht OK. Morgen geht es nach Lettland.
Der Strand auf der Kurischen Nehrung

07.09.08397km Kurs 1€ = 0,70 LVL (Lats)

Um 10:00 ist wieder Start zuerst wollten wir auf der Kurischen Nehrung die Wanderdüne uns ansehen, aber die haben wir leider nicht gefunden also weiter Richtung Fähre und uns übersetzen lassen dann weiter nach Palanga, dort wollten wir uns den Badeort anschauen aber weil es Sonntag war und alles auf den Beinen ist, war mit dem Wohnmobil kein Parkplatz zu finden ist wohl nicht unser Tag mit Besichtigungen. Also nehmen wir die 11 nach Siauliai das sind ca. 150km auf guten Strassen und weite Felder soweit das Auge reicht und ab und zu ein kleiner Bauernhof. Vor Siauliai biegen wir links ab nach Riga so brauchen wir nicht durch die Stadt. In 10km Entfernung von der Stadt liegt der Berg der Kreuze dort sind unzählige Kreuze dich an dicht aufgestellt. Der Berg entwickelte sich als Wallfahrtsort der Litauer. Jetzt sind es nur noch 25 km bis wir in Lettland sind. Gleich nach der Grenze wurden auch die Strassen schlechter und das gewohnte Bild blieb viel Landwirtschaft. Unser Ziel ist heute Jürmala dort haben wir nach vielen nachfragen den Campingplatz gefunden. Für 14 LVL ist dieser Platz zu teuer schlichte Sanitäranlagen und die Saison ist zu Ende da nehmen wir noch die Kohle mit.

Berg der Kreuze
08.09.08 389km Kurs 1€ = 15,6Kr (Estnische Kronen) Stand 20.08.08
Das Wetter schlägt um das haben wir in der Nacht gemerkt, ein heftiges Gewitter und Regen hat uns aus dem Schlaf gerissen. Der Morgen ist regnerisch und kühl. Da müssen wir uns wohl wärmere Sachen aus dem Schrank holen.
Wir fahren noch zu der Entsorgungsstation des Platzes und schon sind wir wieder unterwegs an Riga geht es vorbei, und die ersten Schilder nach Tallin sind auch in Sichtweite. Es geht immer an der Ostsee auf der E67 entlang bei wenig Verkehr aber mit viel Regen. Die Strasse ist topp nicht so wie die in Lettland. In Ainazi ist Lettland zu Ende und das 4 Land unsere Reise Estland empfängt uns weiter mit Regen und Schnur geraden Strassen mit viel Wald es ist schon ein Hauch von Skandinavien zu spüren. Unsere erste Rast machen wir in Pärnau wo wir ein Einkaufszentrum besuchen Heike wollte mal ein bisschen stöbern andere Länder andere Sachen. Da es noch früh am Nachmittag war, fahren wir noch die 120 km bis nach Tallinn.10km vor Tallinn fahren wir auf ein Hotel Gelände wo wir die Nacht für 300 Kr. mit Strom übernachten. Morgen geht es dann mit der Fähre von Tallinn nach Helsinki (Finnland)
Willkommen in Estland
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