Ungarn-Rumänien 2008
Die ganze Tour hatte eine länge von ca. 4000 km
30.05.08
80km

Heute geht es los meine Tour nach Rumänien. Ich werde heute mit dem DB Autoreisezug von Hildesheim nach München Ost fahren. In Hildesheim angekommen füllt sich der Platz langsam mit verschieden Motorradmodellen. Es kommen schnell Gespräche auf und um 22:00Uhr werden die Motorrädern auf die Waggons gefahren. Es ist wichtig beim befahren des Waggons den Helm auf zusetzten weil nur eine Höhe von 1,58m ist. Mehrmals stieß ich mit dem Kopf oben an den Eisenstreben das hätte Beulen gegeben. Nach dem abstellen, werden die Motorräder von DB Mitarbeiten festgezurrt. Ich nehme meinen Tankrucksack und laufe ca. 5 min bis ich das Bahnhofsgebäude erreiche. 1 ½ Std haben wir noch Zeit bis der Zug aus Hamburg eintrifft also halte ich mich noch mit anderen Bikern in der Bahnhofshalle an einer Dönerbude auf, und wir trinken erst mal ein Bier.
Mit 20minVerspätung fährt der Zug in den Bahnhof von Hildesheim ein es ist mittlerweile 0:30Uhr. Auch mit dem beziehen des Schlafabteils hat es auch gut geklappt. Die Reise kann beginnen
Ankunft in München
31.5.08430km
Von schlafen konnte man in dieser Nacht nicht reden, die Zug fahrt nach München wackelte und quietschte es überall. Aber das Frühstück war ok und pünktlich kamen wir auch in München an. Nach dem aussteigen geht man wieder ca. 5min bis zu den Waggons wo die Motorräder draufstehen. Die DB Mitarbeiter schnallten die Motorräder einen nach dem anderen los, bis meine dran war. Helm auf Zündung an und jetzt ist alles Tod die Hauptsicherung ist wieder durchgebrannt. So ein scheiß, ein DB Mitarbeiter schob mich langsam aus dem Waggon bis auf dem Parkplatz. Vor 4 Wochen hatte ich dieses Problem schon einmal. Nach dem ich die Sicherung gewechselt habe, fuhr ich auf die A8 in Richtung Salzburg. Auf der Raststätte Irschenberg kaufte ich mir erst mal eine Vignette und zur Sicherheit 3 Sicherung a. 30AH man weiß ja nie, ob dieser Fall noch mal Eintritt. Ein 2.Frühstück steht an ich setzte den Blinker und fahre in die schöne Stadt Berchdesgarden. Anschließend geht es weiter an Salzburg vorbei bis zur Abfahrt Mondsee dort fahre auf die 151 gemütlich am Mondsee und dem Attersee vorbei eine schöne Strecke in Seewalchen begab ich mich dann wieder auf die Autobahn bis zur Ybbs und dann bis zum Ort Marbach a.d. Donau wo ich die Nacht auf dem Campingplatz verbringen.
Der Attersee
01.06.08378km
In der Nacht gab es ein kleines Gewitter. Um 10:00Uhr habe ich meine Sachen zusammen gepackt und schon konnte es auch schon wieder losgehen. Erst mal auf die 1 in Richtung Wien und dann auf die 21. Ich habe mir überlegt eine andere Strecke zu nehmen über Sopron. Aber zuerst besuche ich die Grenzstadt Eisenstadt die Perle der barocken Hauptstadt des Burgenlandes mit dem Schloss Esterhazy. Die Ungarische Grenze ist zum greifen nah Kontrollen negativ weil Ungarn zum 01.01.08 dem Schengenden Abkommen beigetreten ist. Bei der nächsten Tanke besorgte ich mir für 4 Tage ein Vignette und fahre dann bis Sopron wo ich am Supermarkt die auch Sonntags geöffnet haben, am Bankautomat Geld zu holen. Mittlerweile stiegen die Temperaturen auf 36'C da kommt keine Freude auf beim Motorradfahren. Die Straße führte dann nach Sarvär wo ich erstmal eine Kaffeepause auf dem Marktplatz einlegte. Noch 50 km bis zum Balaton und kurz vor dem Plattensee bog ich dann auf die 71 nach Osten ab, ich will in Tihany mit der Fähre den Plattensee überqueren. Aber auf dem Weg dorthin erwischte mich ein heftiges Gewitter mit Hagel, so dass ich in einer Bushaltestelle das Unwetter ausharren musste. Ca.45min dauerte der ganze Spuck bis ich die letzten 30 km bis zum Campingplatz antreten konnte.
Mit der Fähre über den Plattensee der Cämpingplatz ist in Sichtweite
02.06.08 250km
Die Nacht war grauenvoll von 1:00Uhr bis 4:00 tobte auch hier ein heftiges Unwetter so dass man kein Auge zu machen konnte. Das Zelt hielt den Sturm stand und dicht war es nach dem heftigen Regen auch das ist erst mal wichtig. Um 8:00Uhr klingelte auch schon wieder das Handy und der Tag konnte beginnen. Ich packte wie jeden Morgen meine Sachen, verzuhrte sie auf dem Motorrad und als ich los wollte war wieder alles aus die Sicherung wieder defekt. Ich wechselte die Sicherung wieder aus, und die Reise konnte fortgesetzt werden. Sollte es noch einmal vorkommen breche ich meine Tour sofort ab, ich habe keine Lust irgendwo in der Pampa zustehen und das Moppet läuft nicht mehr. Die Reise ging weiter über Siofok danach auf die 64 nach Simonternya keine einfache Strecke man könnte glauben das ist die Rumänien Allee. Die ganzen LKW's knattern durch die Dörfer ein lärm und Gestank die Einwohner haben keine Gelegenheit die Strasse zu überqueren.Der nächste Ort ist Dunaföldvar dann auf die 53 bis nach Szeged dort werde ich den Stadtcampingplatz für eine Nacht aufsuchen. Außer das ein paar Bauarbeiter die Ferienhäuser bewohnen bin ich der einzige Gast auf diesem Platz
Pferd und Wagen sieht man hier in Ungarn noch viel
03.06.08320km
Heute werde ich die Rumänische Grenze passieren. Ich werde nicht über Arad fahren sondern es gibt noch einen kleineren Grenzübergang der für LKW's gesperrt ist. Dadurch spare ich ca.70km ein. An dem kleinen Grenzübergang war nicht viel los kurz Ausweis zeigen und schon bin ich wieder in einem anderen EU Land. Der erste Eindruck gute Strassen und viel Landwirtschaft. Mein erster Stopp war der Ort Sinncola Mare dort will ich erstmal Ungarische Forint in Rumänische Lev umtauschen das ging auch reibungslos, bloß der Wachmann der Bank schaute mich so böse an ich will doch nur Geld tauschen. Anschließend einen kleinen Rundgang durch die City mal schauen was die Geschäfte alles so zu bieten haben. Ich erreiche die Stadt Timisorara der Verkehr wird immer dichter und die Hupkonzerte werden an jeder Kreuzung immer lauter. Ich nähere mich dem Zentrum es ist für ein Mitteleuropäer die Hölle. Alles fährt in die Kreuzung rein und irgendeiner wird dann schon nachgeben. Hier habe ich das erste Mal Angst bekommen das die mich platt machen. Ich parkte mein Motorrad auf dem Bürgersteig Parkbuchten gab es sowieso nicht die waren alle besetzt, ein bisschen Einkaufen und dann raus aus dem Moloch. Was mich danach erwartete glich eine Katastrophe die Strassen wurden zusehends schlechter Fußball große Löcher oder breite Risse in der Fahrbahn dazu kommt noch Kilometer lange Baustellen mit Schotter wo kein Motorrad darauf fahren kann. Ich war schon soweit das Land Morgen wieder zu verlassen, denn so was hält kein Motorrad auf die Dauer aus dazu kommen noch die riskanten Überholmanöver der Autofahrer da hat man keine Zeit sich noch die Landschaft anzuschauen. Gegen 17:00Uhr erreichte ich dann den Campingplatz auf der 6 mit ca.8 Stellplätze für 5€ ein sehr sauberer Platz.
Eine Landstraße in Rumänien
04.06.08350km
Die Nacht war kalt bis auf 10'C sankte das Thermometer ab mein Schlafsack war für diese Gradzahl nicht ausgelegt so das ich fror. Am Morgen ein heißen Kaffee zum Frühstücks dann tauen auch die Glieder wieder auf. Ich mir überlegt mir, statt über Brasov zufahren, nehme ich eine kürzere Route über Petrosani bis nach Huneoara. Also Motorrad satteln und los. Die Straßenverhältnisse sind gegenüber gestern für Rumänische Verhältnisse klasse man kann auch mal Gas geben aber immer auf der Hut vor Löcher oder Bodenwellen wenn sich der Straßenbelag ändert. Die Landschaft veränderte sich langsam aus Feldern und Äcker wandelt sich die Natur in bewaldetes Gebiet, das bis auf 800m in kurvigen Strassen ansteigt. Die 66 (79) endet mit der Querverbindung 7 (E68) wo ich Richtung Sibui abbiege hier muss ganz in der nähe laut meinen Campingführer ein Platz für die Nacht der jetzt auch ausgeschildert ist. Zu diesem Platz gehört auch ein Restaurant und ein Hotel selbst das Gelände war ungepflegt und nicht gemäht ich war mal wieder der einzige Gast auf diesem Platz.
Die Straße führt nach Huneoara
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