Schweden 2007
2500 km
04.07.07 260km
Ich habe in den letzten Tagen immer das Wetter beobachtet, aber immer jagte ein Tiefdruckgebiet das andere. Trotzdem ging es heute um 6:45Uhr los Ziel ist Travemünde. Vor Hamburg am Maschener Kreuz ging für ca. 30min gar nichts mehr wegen einer Bau­stelle. Das kostete mir meine Kaffeepause die ich auf halber Strecke einlegen wollte denn ich muss um 9:30Uhr am Skandinavienkai sein, denn um 10:00Uhr läuft die Peter Pan der TT Line nach Trelleborg aus. Die Überfahrt dauert ca.7Std. Die Überfahrt verlief sehr ruhig und auf See kam sogar die Sonne raus, so dass man sich auf dem Sonnendeck breit machen konnte.
Um 17:00Uhr Ankunft in Trelleborg. Ich fahre als erstes aus dem Bauch des Schiffes und erstmal raus aus der Stadt. Immer an der Küste entlang bis nach Ystad wo ich mich mit Geld und Lebensmittel eindecke. Es geht danach auf der 19 nach Norden bis zum Ort Kiviks dort ist ein Camp für die Nacht ich überlege ob ich mir eine Hütte miete oder ich schlage ich mein Zelt auf. Immer hin kostet eine Hütte zwischen 30-50€ pro Nacht. Ich entschließe mich doch für die Hütte.
05.07.07 280km
Ich hatte gestern doch den richtigen Riecher gehabt, es regnete am Morgen in strömen und es sollte den ganzen Tag anhalten. Um 10:00Uhr fuhr ich los zurück auf die 19 in Richtung Norden nach Kristienstad dort erst mal Tanken und weiter nach Broley dort zweige ich auf die 23. Die Landschaft wechselt allmählich von Landwirtschaft zu den Schwedischen Wäldern wo ab und zu auch die ersten Seen zusehen sind. Die ersten Elch Hinweisschilder sind auch schon aufgestellt um die Autofahrer zu warnen. 30km vor Vaxjö drückt langsam auch der Hunger ich fuhr die nächste Tanke an und ich hatte sogar Glück das noch eine Imbiss dort war. Im Imbiss traf ich noch ein Biker aus Köln der mit seiner Yamaha bis nach Lappland fahren wollte da wünsche ich ihm aber besseres Wetter. Nach einem guten Mittagessen ging es weiter nach Vaxjö der Regen ließ auch ein bisschen nach so dass ich mir die Stadt ansehen konnte. Ich habe auch langsam die Nase voll von diesem vielen Wasser das da vom Himmel kommt. Ich beschließe nach Ljungby zufahren und um sich dort ein Nachtlager zu suchen. Ich nahm mir wieder eine Hütte um meine Sachen zu trocknen die hatten es auch nötig. Als ich meine Sachen drinnen auf hing, wollte ich mir noch was von meinem Motorrad holen, ich machte die Tür von der Hütte zu und bekam sie anschließend nicht mehr auf. Was nun? Ich zur Rezeption um einen Universalschlüssel zu be­sorgen mir gab man zu verstehen das kein Schlüssel da sei, ich müsste bis 22:30Uhr warten dann kommt eine Person die mir die Tür wieder aufschließt. Das war mir zu lange zum warten, ich nehme die Sache selbst in die Hand. Jetzt sind meine Ideen gefragt, ich klebte die Ecke des Fensters mit Isolierband ab und stocherte den Kid aus der Ecke des Fensters raus dann nahm ich den Schraubenzieher und brach Stück für Stück von der Glasscheibe los bis ich ein Loch hatte um mit einem Hacken das Fenster zu öffnen. Ich war froh wieder in der Hütte zu sein. Das sind immer Situationen wo man nicht mit rechnet und doch auch irgendwie meistern muss.
6.07.07280km
Fangen wir mal schnell mit dem Wetter an es wird heute ein schöner Tag. Also packe ich wieder mal meine Sachen zusammen und um 9:30Uhr geht es voll gepackt zur Rezeption um den Schlüssel abzugeben. Das Fenster brauchte ich auch nicht zu bezahlen also denn schnell weg hier. Ich fahre über Logan auf die 27 nach Varnamo von dort biege ich dann in Richtung Gnosjö aber zuerst komme ich an dem Natio­nalpark Store Mosse vorbei, dies ist ein Land ein vorweggenommenes Lappland mit 7700qm Feuchtbiotop und Hochmooren. Es lohnt sich der Stopp, da es auch noch ein kleines Museum gibt das über die vielen Tierarten Auskunft gibt. Als nächstes Ziel peile ich das ganz in der nähe gelegene High Chapparral an. Das ist eine nach gebaute Westernstadt. Hier rauchen nicht nur die Colts hier gibt es auch Hotels, Restaurants, Ferienhäuser und einen Campingplatz. Geöffnet ist das Spektakel von Mitte Mai bis Mitte August. Es finden auch täglich Shows statt. Ich war begeistert es lohnt sich hier her zu fahren wenn man in der Nähe ist. Nach dem Besuch von der Westernstadt fahre ich nach Hestra biege dann auf die 26 und danach auf die 40 nach Jönköping. In Jönköping mache ich erst mal Pause, und weil der Vännern See zu einem Spaziergang am Ufer einlädt, werde ich mir ein Eis gönnen und ein stück spazieren gehen.
Mein Nachtlager schlage ich auf dem Campingplatz in Falköping auf. Der Ort liegt ca. 30km nördlich von Jönköping.
7.07.07330km
Um 9:00Uhr ist wieder Start von Falköping fahre ich erstmal nach Skara um den Dom zu besichtigen aus dem 12Jh das heutige Bauwerk wurde 1949 rekonstruiert. Danach fahre ich nach Lidköping am Vänern und weiter nördlich auf eine Halbinsel zum Schloss Lackö. Das Schloss leuchtet weiß gestrichenen Adelsdomizils mit Gipsholm (bei Stockholm) und Kalmar (bei Öland) um den Ruf, Schwedens schönstes Schloss. Da die Halbinsel eine Sackgasse ist muss ich die 30km wieder zurück fahren bis nach Lidköping und dann auf der 20 nach Mariestad. Auf den halben Weg biege ich noch mal ab nach Hällekis ich will noch zum höchsten Punkt der Region und der ist 306m hoch. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf den Vänern See. Von Mariestad aus fahre ich nach Toreboda und weiter nach Undernäs bis nach Tived diese Region zeichnet sich mit vielen Seen, Wälder und Einsamkeit und ab und zu ein Wohnhaus aus. Meine Endstation war an diesem Tag der Ort Motala wo ich mir eine Hütte für die Nacht gemietet hatte.

8.07.07 450km
7:30Uhr werde ich wach es regnet draußen da liebe ich es mir ein Dach über dem Kopf zu haben. Also alles zusammen packen den Regenkombi anziehen und los geht es auf der 36 nach Borensberg dort habe ich eine von Hand betriebene Schleuse besichtigt des Götakanal. Die Bilder die von der Schleuse machte sind leider nichts geworden schade. Ich fuhr weiter nach Linköping dort wollte ich die Altstadt „Gamla Linköping" mir ansehen aber im Regen hatte ich auch kein Bock vielleicht ein anderes mal, wenn ich in die­ser Ecke wieder vorbei komme. Also fuhr ich auf der 34 nach Vimmerby (Astrid Lindgreen die Kinder von Bullerbü) alleine die Stadtmitte ist ein Stopp werd. Ich entschloss zur nächsten Tanke zufahren um mir ein zweites Frühstück zu gönnen eine Tasse Kaffee und ein Hot Dog. Hier bei Vimmerby muss ich mich entscheiden ob ich nach Kalmar (Ostsee- Öland) fahre oder ich bleibe im Landesinnere und fahre nach Kota und besichtige dort eine Elchfarm und dann weiter nach Malmö. Ich entscheide mich für das zweitere. Also fahre ich auf die 34 bis nach Högsby dann auf die 23 Notteback und dann auf die 31 nach Kosta wo ca. 5km außerhalb des Ortes der Elchpark liegt. Für 35Kr.( 4€) Eintritt kann man auf einer Länge von 1300m in Naturbelassenen Gehegen die Elche zwischen dem Gestrüpp suchen. Ich fand den Park ganz interessant. Geld wird mit dem Souvenir gemacht überall wo ein Elch drauf passt ob T Shirt oder Tasse wird verkauft. Es ist erst 15:00Uhr jetzt schon ein Campingplatz suchen das ist noch zu früh darum fahre ich nach Süden an die Ostsee bis nach Karlshamm wo ich dort auf einem Campingplatz mir erneut eine Hütte mietete. Von hier aus habe ich noch 170km bis nach Malmö denn meine Tour geht langsam zu Ende ich trete Morgen die Heimreise an.
9.07.07620km
Ich habe super geschlafen, heute war es die erste Nacht wo man hätte Zelten können weil es die ganze Nacht nicht geregnet hat. Um 7:30Uhr stand ich auf Frühstücken, Sachen zusammen packen und eine Std. später geht es schon wieder auf die Piste nach Malmö. Bis dort hin habe ich noch 170km statt mit der Fähre nach Hause zu fahren wollte ich auf der Rückreise über die Östersundbrücke fahren. Gegen Mittag erreichte ich Malmö, dort habe ich noch meine Schwedischen Kronen vertankt und dann zur Brücke. Die Östersundbrücke ist Mautpflichtig so musste ich 180SK =18€ bezahlen um nach Kopenhagen zu kommen. Es ist schon ein gewalti­ges Bauwerk, wie soll erst die Brücke über den Fehmanbelt erst werden, die 2018 fertig sein soll. Die Fahrt auf der dänischen Autobahn verlief Störungsfrei bis zum Rödbyhafen, dort merkte man, das die Ferien begonnen haben auf ca. 5 Spuren vor den Be­zahlstationen war eine warte Zeit von ca. 30min. Die Überfahrt auf dem Schiff war auch problemlos es war so warm das man sich auf dem Sonnendeck breit machen konnte. Ich gesellte mich zu einem Holländischen Biker Ehepaar die von einem Festival aus Kopen­hagen kamen. Die eine Std Überfahrt ging schnell vorbei da kam auch schon die Durchsage das man zu seinem Fahrzeug gehen sollte. Ich kam fast wieder mal als erster von der Fähre so dass ich freie Bahn hatte. Jetzt brechen die letzten 180km an ich wenig Verkehr, ab Hamburg wurde es ein wenig mehr und der Himmel zog auch schon langsam zu, so das ich die letzten 80km noch eine Dusche abbekam. Um 18:30Uhr stellte ich meine Varadero nach 2500km vor meiner Garage ab. Ich war froh das die Maschine und ich diese Tour heil überstanden haben.
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